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03.01.20202. Mannschaft

Endlich! 4 Punkte, gut eingepackt in rot-weissem Papier

Der Spielplan-Chlaus wollte, dass wir kurz vor Weihnachten noch einmal in die roten Hosen mussten. Da wir all unsere Geschenke im Verlauf der Saison bereits verteilt hatten, gingen unsere Gegner leider leer aus. Umso besser für uns, mit vier Punkten verabschieden wir uns nun zum wohlverdienten Filet im Teig.

15:25 UHC Kappelen II vs. Grauholz-Zollikofen 9:6

Topmotiviert und ein wenig angespannt trudelten wir zu unserer Heimrunde in Kappelen ein, galt es doch, die zweijährige Ungeschlagenheit in heimischen Gefilden zu wahren. Da sich einer im vorabendlichen Seniorenspiel besonders positiv hervortat, entschieden sich die dort anwesenden Talentscouts für ein kurzfristiges Aufgebot für den Folgetag. So war geplant, dass Backhand-Bügel-Mixxi zu seinem Saisondebut kommen sollte. Erfreut vom Aufgebot frönte er wohl noch ein wenig dem kostenlosen Glühwein, was ihn am Sonntag ziemlich genau fünf Minuten vor Spielbeginn in der Halle erschienen liess. Somit wurde es vorerst nichts mit der Premiere, die geplanten Linien mussten neu zusammengestellt werden.

Ungewollt mixte dies auch die Magic von Marc im Tor völlig durcheinander, so dass von den ersten paar Schüssen praktisch alle irgendwie den Weg ins Tor fanden. 1:6 stand es nach zwölf Minuten, nicht gerade rosige Aussichten für die Verlängerung unserer Ungeschlagenheit. Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff und überliessen dem Gegner nur die ungünstigen Abschlusspositionen, dieser machte daraus aber das absolute Maximum. Angry-Andy nahm folgerichtig das Timeout und machte seinen Namen wieder einmal alle Ehre. Zudem wechselten wir den Torhüter aus, so kam der zweite Goalie mehr oder Minder ohne Aufwärmzeit zum Einsatz. Nun drehte das Spiel komplett. Wir konnten die Abschlussversuche unseres Gegners auf ein Minimum beschränken, so das selbst die dreifach abgelenkten Bälle nicht mehr im Tor landen konnten. In der Offensivzone wurden wir nun vermehrt für unseren Aufwand belohnt. Mit einem 3:6 aus unserer Sicht gingen wir in die Pause, aber im Wissen, dass wir dieses Spiel noch drehen werden, wenn wir so weiterspielen. Nach dem Glühwein ging es im selben Stil weiter wie zuvor. Wir hielten den Ball in den eigenen Reihen, suchten konsequent die Offensive, wenn sich die Chance dazu bot, und erkämpften uns die Bälle wieder, wenn sie nicht direkt reingingen. Sprinter-Schmidi zeigte sich nach seiner kurzen Auszeit auf der anderen Seite der Erde wieder von seiner treffsichersten Seite und traf insgesamt viermal unplatziert-platziert ins Schwarze. Zudem wollte Chancentod-Chrigu seinen Namen endgültig loswerden und bot mit drei Treffern gute Argumente dazu. Regelmässig wurde das Skore erhöht, fünf Minuten vor Schluss stand es 9:6. Wir verteidigten äusserst solid und aufsässig, so dass wir dem Gegner ab der zwölften Minute kein weiteres Tor mehr zugestehen mussten. Auch der verzweifelte Versuch mittels viertem Feldspieler blieb erfolglos, erstaunlich wenn man bedenkt, dass derselbe Gegner in der letzten Saison zum Teil fast komplette Matchs so agierte und somit eigentlich eingespielt sein müsste.

Die ersten zwei Punkte des Tages waren somit im Trockenen. Besonders erfreulich war das Auftreten als Team, wir unterstützten uns gegenseitig auf dem Spielfeld genauso wie auf dem Bänkli, auch wenn es (vorerst) nicht allen ideal lief an diesem Sonntag.

17:15 UHC Kappelen II vs. UHC Alterswil-St.Antoni 6:3

Das Ziel vor dem zweiten Spiel lautete, dass wir die gute Stimmung konservieren und daraus möglichst Profit schlagen sollen. Gesagt getan, wir gingen mit einer Entschlossenheit ans Werk, wie wir sie noch selten zeigten. Diese Entschlossenheit spiegelte sich in den offensiven Aktionen wie auch in der Defensive, wo wir als Team zusammenstanden und eine sich anbahnende Torchance des Gegners nach der Anderen zunichte machten. Im Tor stand wieder Magic-Marc, welcher sich für seine Leistung aus dem ersten Spiel mehr als rehabilitierte.

Auch unser Neuzugang aus dem Seniorenteam brannte nun auf den ersten Einsatz und machte beste Werbung in eigener Sache. Er vollführte seinen Paradeschuss in unnachahmlicher Weise zum 1:0, sehr zum Jubel der frenetischen Fans auf der Tribüne. Bis zur Pause und dem Stand von 2:1 folgten nur noch wenige Tore, was mit der guten Defensivarbeit beider Teams zu erklären war. Der Seitenwechsel wurde dazu genutzt, um der Mannschaft beizubringen, dass auch die zweite Hälfte mit dem genau gleichen Engagement angegangen werden musste, wenn das Ziel von der ersten 4-Punkte Runde erreicht werden sollte. Nach ruhigen ersten fünf Minuten war es an uns, das Skore zu erhöhen. Sprinter-Schmidi mit einem Schuss getreu dem Motto „töif schiesse, höch gwinne“ war erfolgreich.

Was nun folgte, ist ein Kandidat für das Tor des Jahres: Médecin-Max, der bisher nicht mit Trainingsfleiss glänzte um entsprechende Aktionen üben zu können, erkämpfte sich den Ball, lief hinter das gegnerische Tor, legte sich den Ball auf die Schaufel und beförderte ebendiesen per Airhook ins Tor. Die Halle tobte ein zweites Mal an diesem Vorabend. Euphorisiert von seinem Linienpartner und zugegeben etwas glücklich versenkte kurz danach Tischler-Simu den Ball mittels No-Look-Ablenker hinter dem Goalie der Freiburger. Im folgenden Timeout des Gegners waren wir gut beraten, die Stimmung etwas zu bremsen und auf das gefährliche 4-Mann Spiel hinzuweisen. Bevor es zu diesem kam, konnten wir mit einem blitzsauber ausgeführten Konter auf 6:1 erhöhen, was die Nerven doch ziemlich beruhigte. So konnten uns auch die beiden schnell nacheinander erzielten Asta Treffer nicht mehr aus dem Konzept bringen. Magic-Marc musste zwar noch einige Abschlüsse entschärfen, den Sieg brachten wir mit vereinten Kräften aber mehr oder weniger abgeklärt über die Runden. Damit war das erste 4-Punkte Turnier in trockenen Tüchern, der Jubel entsprechend gross. Da konnte uns auch die unsportliche Provokation eines Gegenspielers beim Handshake die Stimmung nicht mehr vermiesen.

Endlich konnten wir zeigen, zu welchen Leistungen wir mit Wille und Einsatz eigentlich fähig wären. Die Vorfreude und die Zuversicht für das nächste Turnier Ende Januar ist gross, hoffen wir, dass wir daran anknüpfen können.