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21.03.20181. Mannschaft

Die 1. Mannschaft in extremis im Halbfinal.

UHC Kappelen vs. DT Bäretswil 7:6 n.V. (2:1 / 2:1 / 2:4 / 1:0)

UHC Kappelen vs. DT Bäretswil 9:8 (4:4 / 2:4 / 3:0)

Der UHC Kappelen konnte sich am vergangenen Wochenende hauchdünn für die Playoff Halbfinals qualifizieren. Nach dem sehr enttäuschenden ersten Spiel am Samstag vor einer Woche, als man den Bäretswilern 10:13 unterlag, mussten sich die Kappeler extrem steigern, wollten sie doch noch die Halbfinals erreichen. Dementsprechend motiviert und gut vorbereitet fuhr das Team von Coach Bieli nach Turbenthal, um sich für den schwachen ersten Auftritt zu revanchieren.

Von Beginn weg merkte man den beiden Mannschaften den gegenseitigen Respekt an. Keiner wollte den ersten Fehler machen. Nach rund fünf Minuten waren es die Bäretswiler, die den ersten Treffer der Partie erzielen konnten. Kappelen seinerseits hatte sehr viele hochkarätige Torchancen die nicht ausgenutzt worden sind. Nach gut zehn Minuten war es dann Zesiger, der mit einem seiner gefährlichen Distanzschüssen erfolgreich war. Endlich hatte es mit dem Treffer geklappt. Das Spiel war nicht auf allerhöchstem Niveau, aber es lebte von der Spannung. Kurz vor der ersten Pause konnte Zesiger seine Farben mit seinem zweiten persönlichen Treffer in Front schiessen. 2:1 lautete das Pausenresultat. Im zweiten Abschnitt ging es im gleichen Stil weiter. Es fielen weiterhin nicht viele Tore, was für Kleinfeld-Verhältnisse eher selten ist. Zwei Treffer auf Kappeler Seite (2x Zesiger, wie konnte es auch anders sein) und ein Treffer für Bäretswil führten zum Zwischenresultat von 4:2 für Kappelen nach 40 Minuten.

Alles war noch offen für die letzten 20 Minuten. Kappelen agierte in diesem Spiel kontrollierter als noch vor einer Woche in Kappelen. Das merkte auch der Gegner, der nicht mehr so viele Freiheiten genoss und so sein Spiel nicht mehr ganz so konsequent ausführen konnte. Kappelen ging mit 5:2 in Führung. Leider schlich sich danach wiedermal eine ganz schwache Minute bei den Seeländern ein. Das Heimteam konnte mit zwei Treffern innerhalb !!31 Sekunden!! auf 4:5 verkürzen und so die Partie wieder komplett offen gestalten. Die Seeländer fingen sich wieder und zehn Minuten vor dem Ende erhöhten sie durch Bieli auf 6:4. Beide Mannschaften hatten in den letzten Minuten Chancen um weiter Tore zu erzielen, doch die beiden starken Torhüter liessen sich nicht mehr bezwingen. Ohne Torhüter und mit einem Feldspieler mehr versuchten es die Bäretswiler, die sich anbahnende Niederlage noch abzuwenden. Die letzten Sekunden liefen und elf Sekunden vor dem Ende lag der Ball dann doch im Tor der Kappeler. Ein sehr unglückliches Tor, der Ball fand erst durch zwei Ablenker den Weg ins Seeländer Gehäuse. Für Kappelen galt es diese elf Sekunden schadlos zu überstehen. Das sollte doch möglich sein, konnte man meinen. Doch nach dem verlorenen Bully kam der Ball zum überragenden Jason Abbühl, der sich ein Herz fasste und mit dem letzten Abschluss seine Mannschaft in die Verlängerung rettete. Das war sehr ärgerlich für Kappelen. Nun musste die Verlängerung entscheiden und in dieser konnte wirklich alles passieren. Zum Glück waren es dann die Kappeler in Person von Wüthrich, die den entscheidenden Treffer erzielen konnten. So endete die Partie 7:6 n. V. für Kappelen. Dieser Sieg war sicherlich nicht unverdient und so musste am nächsten Tag im Seeland die Entscheidung fallen.

Im Entscheidungsspiel am Sonntag war es allen klar, dass es nochmals eine sehr enge und vor allem intensive Partie geben würde. Die Partie war am Anfang sehr Taktisch geprägt. Nach zehn Minuten stand es immer noch 0:0. In dieser Serie war es meistens so, dass das erste Tor, der Startschuss in die Partie war. So fiel dieser in der zwölften Minute. Der Gast konnte sich den ersten Treffer gutschreiben lassen. Weitere 25 Sekunden später sogar den zweiten. Aus Kappeler Sicht hoffte man, dass sich die Partie nicht so entwickeln würde wie vor einer Woche, als man zeitweise mit sechs Treffern hinten lag. Doch da hatte die Linie um Neuhaus, Zesiger und Renfer etwas dagegen. 4 Treffer gelangen ihnen bis zur Drittelspause. Doch auch die Turbenthaler konnten bis zur Pause noch zweimal einnetzten. So stand es 4:4.
Der Start ins zweite Drittel gelang den Seeländern besser. Otti konnte nach herrlichem Zuspiel von Wüthrich auf 5:4 stellen. Dieses Resultat hatte dann einige Zeit bestand. Erst in der 30. Minute meldete sich der Gast zurück. Es kam noch besser. Rund eine Minute später gingen sie wieder in Führung. Sie konnten diese Führung kontinuierlich ausbauen und bis zur zweiten Drittelspause auf 8:6 davonziehen. Das dieses knappe Resultat noch keine Entscheidung bedeutet, wusste man spätestens seit dem gestrigen Auswärtsspiel. Kappelen kam sehr motiviert aus der Kabine. Sie konnten zu Beginn mit einem Mann mehr agieren. Diese nummerische Überzahl nutzten sie auch aus und schafften durch Renfer den Anschlusstreffer. Weitere zwei Zeigerumdrehungen später, war es derselbe Spieler, der die Kappeler zum Ausgleich schoss. Nun wollten die Kappeler mehr und sie sahen, dass ihr Gegner am wanken war und eine Zeit lang Mühe hatte diesen Rückschlag zu verdauen. So konnten die Kappeler in der 46. Minute durch Zesiger wieder in Führung gehen und diese bis zum Schluss halten. Denn alle gefährlichen Torchancen der Bäretswiler wurden durch den starken von Allmen zunichte gemacht. So konnten sich die Kappeler durch eine sehr kämpferische Leistung in extremis für die Halbfinals qualifizieren. Der Gegner in dieser Serie heisst White Horse Lengnau. Der Drittplatzierte der Ostgruppe.

Ein riesen Kompliment geht an unseren Gegner DT Bäretswil, der einen unglaublich starken Eindruck hinterliess und uns alles abverlangt hat. Wenn man bedenkt, dass diese Playoff-Serie die erste ihrer Vereinsgeschichte war und sie diese als Aufsteiger erreicht haben, dann kann man nur den Hut ziehen. Von dieser Mannschaft wird man in Zukunft sicher etwas hören.
Bedanken möchten wir uns einmal mehr bei unseren Fans, die in dieser Serie viele Hochs und Tiefs mit uns durchgestehen mussten, aber immer an uns geglaubt haben. Vielen Dank.
Infos zur Halbfinalserie findet ihr auf unserer Homepage.