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14.10.20202. Mannschaft

1. Runde der 2. Mannschaft

4. Oktober 2020 – UHC Kappelen II vs. UHC Meiersmaad II 7:6 (0:3)

Fertig lustig, ab sofort gilt's auch für uns wieder ernst. Die etwas verlängerte Sommerpause wurde fleissig genutzt, um an unseren Schütteler-Skills zu arbeiten. Das war auch dringend nötig, wie sich bereits früh abzeichnete. Die schnellen Fortschritte und die Tatsache, dass mittlerweile alle über eigene Fussballschuhe verfügen, haben uns kurzzeitig an einem Wechsel der Sportart herumstudieren lassen. Mit Jaden Franco hätten wir neu sogar einen echten Schütteler im Kader, wie man an seinen tätowierten Armen unschwer erkennen kann. Wir haben uns dann aber doch noch auf unser aller Stärke besinnt und das Unihockeytraining wieder aufgenommen.

Flying Thalmann hat uns in der Sommerpause verlassen. Dafür haben wir mit dem oben erwähnten Jaden Franco, Zahnschleifer-Fäbu, Hotelfeger-Bebu und Söldner-Pöni kräftig in den Pool der äusserst raren Linksausleger in unserem Team investiert. Capo-Schenker fällt pandemiebedingt bis auf Weiteres aus, vermeldete aber erfreuliche News aus dem Reduit: Sohnemann Tim kam gesund und munter zur Welt.

Mit ein paar guten Trainings in den Knochen und einem hochgesteckten Ziel reisten wir zuversichtlich an die erste Runde ins nahgelegene Laupen. Im ersten Spiel wartete mit Meiersmaad ein altbekannter Gegner, gegen den wir in der vergangenen Saison 3 Punkte einfahren konnten. Mit einem energischen Start zeigten wir den Oberländern sogleich auf, wie wir diese Saison zu Punkten kommen wollen. Dabei ging leider vergessen, dass Toreschiessen ein wesentlicher Bestandteil dieses Vorhabens sein müsste. Wir diktierten das Spiel zwar deutlich, liessen aber vorerst die Konsequenz im Abschluss vermissen. Durch drei Fehler in der Defensive schenkten wir dem Gegner so eine äusserst schmeichelhafte 0:3 Pausenführung.

Im Wissen, dass irgendwann ein Ball zu unseren Gunsten ins Tor fallen würde, bliesen wir auch in der zweiten Hälfte weiter zum Angriff. Zahnschleifer-Fäbu zeigte kurz nach Wiederanpfiff zum ersten Mal seine Zähne und netzte zum Premierentreffer ein. Leider zeigte das Scoreboard zwei Nachlässigkeiten später aber bereits ein 1:5, so dass der Schütteler und der Hotelfeger unter der Decke hervorbeordert und ins Aufwärmen geschickt werden mussten. Die schwindenden Kräfte der 7 Gegenspieler ermöglichten uns aber plötzlich mehr Platz, den wir zum Erstaunen aller nun auszunutzen wussten. Chancentod-Chrigu gab zwei Argumente für eine Namensänderung, während bei Töfflibueb-Sven das Sommertraining offensichtlich Wirkung zeigte. Mit dem Fuss erzielte er den Anschlusstreffer, der uns die Hoffnung zurückbrachte. Angry-Andy haute auch noch einen rein, so dass das Spiel kurze Zeit später wieder von vorne beginnen konnte. Verwirrt von diesen Geschehnissen beförderte ein Meiersmaader den Ball nur wenige Zeigerumdrehungen später zu unserer ersten Führung ins eigene Tor. Würden es uns die Regeln zum Coronavirus nicht verbieten, hätten wir wohl abgeklatscht mit ihm. Der Gegner sah sich nun gezwungen offensiver zu agieren, was uns wiederum mehr Platz für unsere Angriffe gab. Mit einem schön herausgespielten Konter erhöhten wir eine Minute vor Schluss auf 7:5. Gekonnt liessen wir den Ball nun in unseren Reihen zirkulieren, um auch noch die letzten Sekunden verstreichen zu lassen. Gekonnt überliessen wir aber auch dem Gegner noch einmal das Spielgerät, was dieser zu einem weiteren Treffer nutzte. Zum Glück war kurz darauf das Schiffshorn zu hören, welches das Spielende signalisierte und uns die ersten zwei Punkte auf dem Konto einbrachte. Hauptsache gewonnen war die Devise, bereits Morgen fragt niemand mehr nach dem Spielverlauf.

4. Oktober 2020 – UHC Kappelen II vs. TSV Rechthalten 13:3 (2:2)

Nach zwei Spielen Pause stiegen wir nochmal in die Socken, um unser Tagessoll von 4 Punkten zu vervollständigen. Gegenüber stand uns mit dem TSV Rechthalten ein Aufsteiger, der letzte Saison alle Spiele gewonnen hat, uns im ersten Spiel des Tages aber so überhaupt nicht beeindrucken konnte. Unwissend, was uns erwarten würde, aber mit gesundem Selbstvertrauen gingen wir in den zweiten Match der noch jungen Saison. Jaden Franco und Hotelfeger-Bebu wurden unter der Decke hervorgeholt und auf den Platz beordert. Zusammen mit dem nicht langsamer werdenden Sprinter-Schmidi sollten sie für ordentlich Wirbel sorgen.

Der dadurch aufgewirbelte Staub liess uns leider kurzzeitig erblinden, so dass wir sogleich ein Gegentor kassierten. Trotz "chli Stoub ir Lunge" gelang uns glücklicherweise eine schnelle Reaktion auf den Fehlstart. Kurze Zeit später hob der Schiedsrichter ohne grosse Vorwarnung seine Hand, als Rechthalten in Ballbesitz war. Die Unihockeykenner unter euch wissen, dass dies meistens nichts Gutes zur Folge hat. Seit letzter Saison wissen wir aber auch, dass dem nicht zwingend so sein muss (siehe Matchbericht gegen Eggiwil). Wir wanderten also aufs Bänkli und Rechthalten erzielt ein Powerplaytor. Der Ball war kaum wieder im Spiel, als einer unserer Spieler vom bereits aufgewärmten Strafbänkli profitieren wollte. Unsere Boxplayspezialisten bereiteten sich schon auf ihren nächsten Einsatz vor, als Zahnschleifer-Fäbu ein Zucken in der Leistengegend verspürte und ihnen zuvorkam. Nach der Balleroberung liess er ein Gegenspieler uralt aussehen und versuchte per One-Hander, den Torhüter zu vernaschen. Dieser streckte sich aber gerade noch genug, um den Ball zu erwischen. Apropos strecken: Mit dem nächsten geblockten Abschluss erwies sich das Zucken in der Leistengegend als ein äusserst unangenehmer Schmerz etwas weiter unten, so dass an Strecken nicht mehr zu denken war. Capitano Tischler-Simu musste das Ruder übernehmen. Immerhin wurde die Strafe dadurch ohne Gegentreffer überstanden. Mit einem weiteren Tor unsererseits glichen wir das Spiel kurz vor der Pause wieder aus.

In der zweiten Hälfte mussten wir zwingend kaltblütiger agieren, wenn wir unser Tagesziel noch erreichen wollten. Wir traten wie verwandelt auf und versenkten plötzlich gefühlt jeden zweiten Schuss im Tor. Hervorzuheben gibt es dabei den ersten Karrieretreffer von Jaden Franco. In bester Flügelflitzermanier nahm er den Ball im Halbfeld an, zog einen kurzen Sprint an in die Tiefe des Platzes und chipte den Ball mit dem Aussenrist seines Stocks über den herausstürmenden Torhüter – wie ein alter Schütteler eben. Dass er auch flanken kann, bewies er ebenfalls mehrmals, in dem er von der Eckfahne den sprintenden Schmidi fand und dieser unplatziert in die Mitte des Tores einnetzen konnte. Insgesamt viermal funktionierte dies gegen die immer müder werdenden Aufsteiger, die nicht mehr viel Gegenwehr bieten konnten. In nichts nach stehen dem auch die drei identischen Powerplay Tore von Töfflibueb-Sven, der jeweils auf einen Querpass folgend ein leeres Tor vorfand, welches er auch souverän traf. Hinten hielt Magic-Marc bis auf ein Tor dicht, so dass wir die zweite Halbzeit mit 11:1 gewannen und den Gegner, auch in dieser Höhe verdient, hochkant zurück ins Freiburgerland schickten.

Mit zwei gewonnenen Spielen und einem guten Torverhältnis stehen wir an der Spitze der Tabelle. Dass wir dies mit nur 30 Minuten überzeugendem Unihockey geschafft haben, stimmt uns zuversichtlich für die kommenden Matchs. Besonders erfreulich ist auch, dass sich neun Spieler in die Skorerliste eintragen lassen konnten. Wir sind überzeugt, dass uns diese Ausgeglichenheit langfristig zugutekommen wird.